Die Züchtung
der Grauviehrasse im italienischen Staatsgebiet erfolgt nach langer
Tradition in den Tälern und Hochlagen von Südtirol mit dem
Schwerpunkt um Bozen und Meran und in den Dolomitentälern von Trient
und Belluno. In den vergangenen Jahren haben sich auch außerhalb
dieser Zonen, zum Beispiel in der Provinz Udine, Como, Torino und Campobasso
neue Zuchtbetriebe entwickelt. Gegenwärtig werden im italienischen
Staatsgebiet schätzungsweise 25.000 Tiere der Grauviehrasse gehalten,
wovon rund 16.000 Stück in den Herdebüchern eingetragen sind, mit
welchen eine geordnete Zuchtarbeit betrieben wird.
Die Rinderzucht im Berggebiet hat eine besondere Funktion. Sie ist die
Grundlage der bäuerlichen Existenz , dient der Produktion von gesunden
Nahrungsmitteln (Milch und Fleisch), der Flächennutzung für
die Erhaltung der Kulturlandschaft und dem Schutz der Umwelt. Die Grauviehrasse
nimmt mit ihren Eigenschaften der Widerstandsfähigkeit und der
Weidetüchtigkeit, in der traditionellen Wirtschaftsweise des alpinen
Systems eine Schlüsselstellung ein, und verdient gerade deswegen
eine besondere Wertschätzung.